Begabtenförderung

Auszug aus dem Schulprogramm von 2012, Seite 32:

Kinder mit besonderen Begabungen werden an der Salzbödetal-Schule schwerpunktmäßig durch integrative Maßnahmen gefördert.

Das Konzept des Flexiblen Schulanfangs bietet hochbegabten Kindern in mehrfacher Hinsicht besondere Chancen:

  • Kinder mit Entwicklungsvorsprüngen können vorzeitig eingeschult werden; sie können in der Schuleingangsstufe Schulzeit um ein halbes oder ein ganzes Jahr verkürzen, ohne ihre sozialen Kontakte zu verlieren.
  • Offene Unterrichtsmethoden, wie sie in den Stammgruppen praktiziert werden (müssen), bieten besonders begabten Kindern die Möglichkeit, sich mit komplexen und schwierigen Aufgabenstellungen auseinanderzusetzen. Enrichment-Angebote sowie Angebote zur Akzeleration sind gewissermaßen „systemimmanent“ vorhanden und müssen nicht vom Lehrer gesondert bereitgestellt werden.
  • In einer Stammgruppe können Kinder mit Entwicklungsvorsprüngen Themenbereiche schneller durchlaufen als Mitschüler desselben Einschulungsjahrgangs. Dabei nehmen sie keine Sonderrolle ein, denn sie treffen immer wieder auf (neue) Mitschüler und Mitschülerinnen, die auf dem gleichen Niveau arbeiten wie sie.
  • Regelmäßige Doppelbesetzungen sowie wöchentliche Besprechungen im Team ermöglichen es, Kinder mit Entwicklungsvorsprüngen, aber auch „underachiever“, frühzeitig zu erkennen und zu fördern.

In den jahrgangsbezogenen Klassen 3 und 4 bieten Freiarbeit, Werkstattunterricht und Projektarbeit Kindern mit Entwicklungsvorsprüngen die Möglichkeit, sich auch mit schwierigen und komplexen Aufgabenstellungen auseinanderzusetzen. In diesen Klassen können Enrichment-Angebote für hoch begabte Kinder erforderlich sein, da hier nicht so breit angelegte Differenzierungs-angebote wie in den Stammgruppen zur Verfügung stehen.

Neben diesen integrativen Maßnahmen werden in geringem Umfang zusätzliche Förderkurse für (hoch) begabte Schülerinnen und Schüler in Form von Arbeitsgemeinschaften angeboten. Die Förderkurse stehen allen Kindern mit Entwicklungsvorsprüngen offen; eine vorherige Intelligenzdiagnostik ist nicht vorgesehen.

In den Jahrgangsklassen 3 und 4 muss in Einzelfällen geprüft werden, ob ein hoch begabtes Kind durch Überspringen einer Klasse optimal gefördert werden kann. Vorstufe des Überspringens sollte das Angebot eines zeitlich begrenzten Besuchs der höheren Klassenstufe sein.